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Mit Hindernissen zum großen Traum

Wo immer Melissa war, immer zu sang sie, es war ihre Leidenschaft. Sie war im Schulchor, im Kirchenchor und hatte sich bei einer Musikschule in der Hauptstadt beworben. Auf der Bühne zu stehen und singen, dass war ihr großer Traum!
Es war der Tag der Fühererscheinprüfung ihres Bruders und der Tag sollte etwas besonderes werden, da waren sich alle einig. Aus diesem Grund fand eine große Gartenparty mit der ganzen Familie statt. Alles verlief friedlich, bis das Thema 'Musikschule' aufkam. Melissas Vater war strickt dagegen, dass sie dort hin fährt, wenn sie angenommen wird. Er mache sich nur Sorgen um seine einzige Tochter, sagte er immer wieder, er wolle nicht, dass sie nach Paris fahre, da sie doch noch so jung sei und ihr etwas passieren könnte, wenn sie da wäre, was er in jedem Fall verhindern wolle. Darüber begann der Streit zwischen ihm und seinem Sohn, der soweit ausartete, dass Chris Hausarrest bekam. Melissa sagte zu alle dem nichts, sicher sie war sehr veletzt, dass ihr Vater ihren Traum zerstören würde, wenn sie angenommen werden würde, aber sie wollte keinen Ärger mit ihrem Vater.
Abends schlichen sich Melissa und ihr Bruder hinaus, um noch einmal eine schöne Zeit zu verleben, bevor er in eine andere Stadt ziehen würde, um ein Studium zubeginnen. Sie hatten sehr viel Spaß und fühlten sich seit langer Zeit mal wieder ungezwungen und frei! Fern von all dem Stress zu Hause. Doch auf dem Weg nach Hause geschah etwas Tragisches. Ein LKW-Fahrer übersah eine rote Ampel und erfasste das Auto. Chris war sofort tot und Melissa war sehr schwer verletzt, sie lag lange Zeit im Koma. Als sie erwachte, war das Erste an das sie dachte: Chris. Sie fragte ihre Mutter nach ihm, die seit ihrer Einlieferung an ihrem Bett saß und darauf wartete, hoffte, betete, dass sie wieder aufwachen würde. Die Nachricht, dass ihr Bruder tot war, traf sie schwer. Sie machte sich schwere Vorwürfe, da sie ihren Bruder überredet hatte, sich hinaus zu schleichen.
Wenn sie singen wollte war sie blockiert, sie konnte es nicht mehr, sie brachte keinen geraden Ton mehr heraus. Immer wieder hörte sie eine Stimme, die sagte: "Wie kannst du hier so glücklich sein, wenn Chris tot ist, wie kannst du gut gelaunt singen, wenn du an seinem Tod Schuld bist? Wieso ist Chris tot und du nicht?" Ihre Mutter und ihre Freunde versuchten immer wieder, sie davon zu überzeugen, dass sie nicht Schuld an dieser Tragödie war, aber es nutzte nichts, Melissa war von ihrer Schuld überzeugt. Als die Zusage von der Musikschule kam, waren ihre Mutter und ihre Familie die einzigen, die sich darüber freuten. Melissa war fest entschlossen nicht hin zu fahren, da sie nicht mehr singen wollte und konnte, und weil es nur wieder zum Streit mit ihrem Vater kommen würde. Nach langen Diskussionen und der Unterstützung durch ihren toten Bruder entschloss sie sich zu fahren, auch wenn ihr Vater nichts davon wissen durfte. Gemeinsam schmiedeten sie einen Plan, der es möglich machte, dass Melissa fahren konnte und ihr Dad keinen Verdacht schöpfte, vielerlei Vorkehrungen mussten getroffen werden.
In Paris angekommen, kamen auch schon die ersten Probleme auf Melissa zu, sie nahm ein Taxi, um zu der Musikschule zu gelangen, doch die Tür war bereits abgeschlossen. Wie sollte sie nun in ihr Zimmer kommen? Wo sie doch sehr müde war. Glücklicherweise reagierte jemand auf ihr Rufen und kam zur Tür, aber nicht um sie hinein zu lassen, sondern um sie weg zu schicken, dass machte Melissa wütend und probierte es erneut. Wieder erschien der selbe junge Mann, der vermutlich in ihrem Alter war. Diesmal ließ er sie ein und brachte sie direkt zu ihrem Zimmer. Dort angekommen, machte sie direkte Bekanntschaft mit ihrer schlecht gelaunten Zimmergenossin, die nicht sehr begeistert schien, dass Melissa nun ihre Zimmergenossin war und machte deutlich, dass sie kein Interesse an einem intensiven Gespräch hatte, wegen der Musik da war und in Ruhe gelassen werden wollte.
Nach einem kurzen Telefongespräch mit ihren Eltern, dass sie auf dem Dach führte, da sie an keinem anderen Ort Empfang hatte, genoss sie den Anblick Paris' und dachte an Chris.
Am nächsten Morgen begann der Unterricht. Melissa fühlte sich schlecht und hatte Schwierigkeiten mit dem Singen. Die Lehrer wunderte es sehr, schließlich hatten sie doch eine gut gelaunte, am Leben erfreute Melissa erwartet und keine, der es offensichtlich schlecht geht. Sie wussten schließlich nichts von der Tragödie, die sich bei Melissa abspielte, nachdem die Bewerbung abgeschickt war. "Wo ist bloß die Melissa von der DVD?" fragte sich nicht nur Mr. Brown, einer der Lehrer. Er nahm sich vor sich intensiv um sie zu kümmern und ihr zu helfen. Melissas Leistungen besserten sich nicht, immer wieder kam diese Stimme in ihren Kopf. Sie war blockiert. Mr. Brown nahm sich vor Melissa nach der nächsten Stunde mit der DVD zu konfrontieren und erhoffte sich dadurch Besserung. Melissa, so stellte sich heraus, hatte diese DVD nicht geschickt und so war es ein Schock für sie, als sie ihren Bruder sah, der die DVD gebrannt hatte, um Melissa zu helfen und sie kurz vor seinem Tod noch abschickte. Das war zuviel für Melissa, sie rannte schluchzend aus dem Raum und wollte nur Weg von diesem Ort. Mr. Brown verstand Melissas Reaktion nicht und bekam ein schlechtes Gewissen. Auf dem Weg zu ihrem Zimmer begegnete sie Alex, dem jungen Mann, der ihr bei ihrer Ankunft die Tür öffnete und zu ihrem Zimmer brachte. Er überredete sie mit ihm an die Seine zu gehen und über alles zu reden. Melissa erzählte ihm alles, Chris' Tod, ihre Schuldgefühle und die Lügen, die es ihr möglich machten zur Musikschule zu gehen. Es tat ihr gut über all die Dinge zu sprechen. Alex gab ihr einen guten Rat , nämlich einfach abzuschalten, wenn sie singt, sich an Chris zu erinnern und für ihn zu singen. An diesem Tag entschlossen sie sich einen Song zu schreiben, der etwas Bedeutsames sein sollte, der etwas aussagt. Sie wollten ihn bei dem nächsten Konzert der Schule präsentieren. Bis dahin hatten sie noch ein ganzes Stück Arbeit vor sich, sie hatten zwar die Musik, aber noch keinen passenden Text. Nach dem Gespräch mit Alex, lief es besser für Melissa. Sie konnte wieder singen, allerdings nur wenn sie Chris' Kreuz trug, wenn sie das trug fühlte sie sich mit ihm verbunden. Die Lehrer merkten den Wandel sofort und freuten sich. Besonders Mr. Brown freute es, dass sie einen Weg gefunden hatte mit ihrer Trauer zurecht zu kommen.
Am Tag des Konzerts, war Melissa sehr nervös, sie fühlte sich miserabel, als sie merkte, dass sie Chris' Kreuz in ihrem Zimmer vergessen hatte. Sie rannte zurück zum es zu holen und traf auf dem Weg dorthin auf ihre verstörte Mutter, die sie warnte, dass ihr Vater in ihrem Zimmer wäre, um ihre Sachen zu packen. Als Melissa in ihr Zimmer ereichte, sagte sie ihrem Vater, dass sie unter gar keinen Umständen, die Schule verlassen würde, dass an diesem Ort bleiben würde, bis sie den Abschluss erreicht hätte, und dass sie sich ihren Traum von ihm nicht zerstören lassen würde. Sie überredte ihn sich das Konzert anzusehen und verließ das Zimmer.
Da war er nun der große Moment: Sie stand auf der Bühne und würde singen. Nachdem sie den Song Chris widmete, begann sie und es war einfach wundervoll. Das Publikum war begeistert und die Lehrer waren zufrieden mit ihr, selbst Melissas Vater war begeistert von seiner Tochter. Als der Song beendet war gab es Standing Ovations. Und Melissa konnte das Gefühl, dass sie in diesem Moment, als sie auf der Bühne stand, hatte nicht beschreiben. Sie wusste nur, dass sie auf die Bühne gehörte, und dass das der beste Moment ihres Lebens war.
Dieses Programm ist jetzt 5 Jahre her. Heute ist Melissa eine erfolgreiche Sängerin und Songwriterin, den Song den sie gemeinsam mit Alex performte, war ihre erste Single und bekam dafür dreifach Platin. Die Kette mit Chris' Kreuz trägt sie immer, egal was sie macht oder wo sie ist. Mit Alex ist sie sehr gut befreundet, auch wenn sie sich durch ihren vollen Terminplan nicht sehr häufig sehen. Mr. Brown ist nach ihren Eltern der größte Fan und ist sehr stolz auf sie. Und ohne Chris wäre das alles vielleicht gar nicht passiert, aber er wäre trotzdem sehr, sehr stolz auf sie, da sind sich alle sicher!!


P.S.: Alle Ähnlichkeiten mit Filmen oder anderen Geschichten von anderen Autoren sind nicht beabsichtig. Ich versichere, dass diese Geschichte vollständig aus meiner Feder stammt.

27.7.06 15:09, kommentieren